Talking House
Gestaltung einer interaktiven Audio-Installation über Tourismus-Erfahrungen durch Klanglandschaften.

Talking House behandelt die Frage, wie sich touristische Orte auditiv statt rein visuell erleben lassen. Wir gestalteten ein interaktives Objekt als Mittelpunkt einer informativen Rauminstallation. Nach dem Aufsetzen der Kopfhörer wählen Besucher·innen über einen Drehregler einen Ort aus und drücken dann einen von zwei Knöpfen, um eine Audio-Spur aus Gegenwart oder Vergangenheit zu wählen. So lassen sich Geschichte und Entwicklung eines Ortes intuitiv erfahren.
Residency in Glarus, Schweiz
Für die auditiven Erzählungen nahmen wir Voiceovers mit Schweizer Einheimischen auf. Zusätzlich entstanden vor Ort in und um Glarus Klanglandschafts-Aufnahmen. Das Projekt war als Teil der »Gepäckausgabe Glarus«, einem Ableger der Kunsthalle Glarus, öffentlich zugänglich.

Kraftwerk Linth-Limmern
Der Bau des Wasserkraftwerks Linth-Limmern zeigt exemplarisch die Transformation von Landschaften und Orten. Die Konzession für den Bau erteilte der Kantonsrat am 30. März 1957. Am 5. Mai stimmte das Volk der kantonalen Beteiligung am Kraftwerksbau zu.


Dieser Ort ist einer von 6 auswählbaren in der Ausstellung »Talking House«. Hier tauchen Besucher·innen in die heutige Klangwelt oder in die akustische Landschaft vor dem Kraftwerksbau ein. Das Wesen eines Ortes wird schnell erkennbar.
Elektronik & Interface
Das Gehäuse des Interfaces gossen wir aus Beton. Verschiedene Gesteinseinschlüsse führten nach dem Schleifen und Polieren zu einer Terrazzo-Oberfläche.

Das Interface bestand aus einem 6-Positionen-Drehschalter und zwei federbelasteten Druckknöpfen mit eingebauter LED. Ich entwarf eine einfache Router-Platine, um Kabelsalat zu vermeiden. Sie verbindet alle Ein- und Ausgänge mit Widerständen, Transistoren und den PINS. Die Platine wurde im Panel montiert und mit dem RPI und +12V DC verbunden, um die beiden LEDs in den Schaltern zu versorgen.


Ein Node.js Script las die Button-Zustände und sendete die Daten über einen Websocket. Das visuelle Interface renderte eine React App, die die Daten über den Websocket empfing. Die App lief in Electron und zeigte die entsprechenden Inhalte an.

Credits
Design: Lucy Li & Leo Mühlfeld, Elektronik & Code: Lucy Li & Leo Mühlfeld, Auftrag: »Gepäckausgabe Glarus«, Technische Unterstützung: Julia Brandl


