Animali di legno
Gestaltung von Holztieren nach Enzo Maris »Puzzle Animali« von 1957 mit traditionellen Laubsäge-Techniken.

Motivation
Fasziniert von den »Puzzle Animali« des italienischen Designers Enzo Mari aus dem Jahr 1957, entwickelte ich gemeinsam mit Lucy Li eigene Holztiere. Hier eine kurze Zusammenfassung des Wegs vom einfachen Design und einem Stück Holz zum fertigen Holzspielzeug. Ausgangspunkt ist ein gehobeltes Stück Vollholz – die Auswahl erfolgt nach eigenem Geschmack. Die statischen Eigenschaften sind vernachlässigbar, die jeweilige Maserung kann den Tieren jedoch wesentliche Charakterzüge verleihen. Steht das Material bereit, wird ein Design auf Papier gedruckt oder gezeichnet und mit Holzleim auf das Holz aufgebracht.


Das Sägen beginnt
Die Form lässt sich dann mit einer Laubsäge oder Dekupiersäge aussägen. Das Auge bohrt man mit dem entsprechenden Bohrer aus. Nach dem Ausschneiden wird die entstandene Figur geschliffen. Dafür spannt man sie am besten zwischen zwei Holzleisten in den Schraubstock und beginnt mit etwas gröberem Schleifpapier (etwa 200er-Körnung). Dann arbeitet man sich mit immer feinerer Körnung zu einer seidig glatten Oberfläche vor (bis 1000er hat bei mir gut funktioniert). Wer es sehr fein haben möchte, kann mit einem feuchten Schwamm die Holzfasern aufstellen lassen, um sie anschließend mit feinem Schleifpapier zu entfernen.

Oberflächenbehandlung
Abschließend lässt sich die Oberfläche nach Wunsch veredeln. Ich wählte Büffel Glanz – eine Wachsformulierung mit natürlichen aromatenfreien Ölen, Kerosin, Spezialwachsen und Carnaubawachs für eine weiche, matte Oberfläche. Einfach mit einem alten Baumwolltuch gründlich über die Oberfläche reiben, trocknen lassen und ein zweites Mal auftragen. Nach dem Trocknen der zweiten Schicht kann die Oberfläche mit einem frischen Baumwolltuch poliert werden.




Credits
Dieses Projekt entstand in Zusammenarbeit mit Lucy Li.

